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Der Pilgerpass für den Jakobsweg

Pilgerreisen sind schon lange nicht mehr Tiefgläubigen vorbehalten. Für viele stellen sie eine gute Möglichkeit dar, sich eine Auszeit vom oft reizüberfluteten Alltag zu gönnen. Der Pilgerpass für den Jakobsweg öffnet Ihnen die Türen der Pilgerherbergen und ist die Voraussetzung für die begehrte „compostela“, die abschließend verliehene Pilgerurkunde.

Mit dem Pilgerpass durch Europa

Ziel des Jakobsweges ist die in Nordspanien gelegene Stadt Santiago de Compostela. Denn dort liegt angeblich das Grab des Apostels Jakobus. Auf dem Weg dorthin können je nach Geschmack und körperlicher Verfassung Hunderte Kilometer zurückgelegt werden. Ursprünglich bedeutete Pilgern einfach, von der eigenen Haustüre weg bis zum Pilgerziel zu gehen. Der Camino Francés existiert bereits seit dem 11. Jahrhundert und führt die Pilger von den Pyrenäen bis Santiago. Einen Erfahrungsbericht über die 100 Kilometer lange Teilstrecke von Madrid nach Segovia lesen Sie bei Jakob Beckeling. Heute zieht sich der Jakobsweg fast durch ganz Europa. Teilstrecken werden gepilgert, andere Wege auch mit Verkehrsmitteln zurückgelegt. Doch aufgepasst, denn wie viel man tatsächlich gepilgert ist, wird im Pilgerausweis, dem „credencial“, festgehalten, der problemlos online bestellt werden kann.

Das Dokument bleibender Erinnerungen

In jeder Pilgerherberge erhält man teils sehr künstlerisch gestaltete Stempel („sellos“). Neben dem schönen Andenken sind sie auch notwendig, um im Pilgerbüro in Santiago de Compostela die Pilgerurkunde zu erhalten. Dazu müssen jedoch mindestens die letzten 100 Kilometer zu Fuß zurückgelegt worden sein. Fahrradpilger benötigen sogar 200 Kilometer. Ob zu Fuß, zu Pferd oder mit dem Fahrrad, ob schnell ein Versprechen eingelöst oder wochenlang auf einer spirituellen Pilgerreise unterwegs, der Pilgerpass ist das offizielle Dokument, das Ihre individuelle Pilgerreise dokumentiert und für die Ewigkeit festhält.